Pensionat Furuhem - ein Ausflug nach Schweden

Gedeckter Tisch im Restaurant Pensionat Furuhem mit einer Speisekarte, eingelegten Kirschen, Mairübchen mit Dip sowie Brot und Butter.

kurz gesagt…

  • Magnus Nilsson ist zurück - zusammen mit Frida Nilsson und Daniella Rebelo

  • ein zauberhaftes Pensionat in Båstad, einem historischen Badeort

  • mit Wohlfühlküche und ausgiebigem Frühstück  


Diese Empfehlung ist zwar nicht direkt in Kopenhagen, aber die knapp zweistündige Fahrt an Schwedens Kattegatküste ist den Aufwand absolut wert!

Das Pensionat Furuhem hat fünfzehn liebevoll eingerichtete Zimmer.

Es gibt eine offene Bäckerei die herrlich nach Zimt duftet.

Theke der hauseigenen Bäckerei im Pensionat Furuhem mit frisch gebackenen Broten, Brötchen und Feingebäck vor der offenen Küche.

Und im Restaurant mit Kaminfeuer, funkeln zwar dieses Mal keine Michelinsterne , aber das Essen, obwohl bewusst einfach gehalten, schmeckt trotzdem nach Magnus Nilsson.

Gastraum im Restaurant Pensionat Furuhem mit eingedeckten Holztischen, Lederbank und Ausblick durch eine tiefe Fensternische.


Furuhem heißt in etwa „ein Haus zwischen Föhren“.

Und auch wenn es hier in Båstad tatsächlich schöne alte Kiefern gibt, bestimmen das blassblaue Wasser und die vielen Boote den historischen Badeort noch mehr.

Blick über die Meeresbucht und Schilfgras auf die Küste von Båstad mit der Marienkirche, bunten Häusern und einem Steg.

Und so können wir uns ein wenig Meeresluft um die Nase wehen lassen, bevor wir uns in der hauseigenen Sauna aufwärmen, in den gemütlichen Gemeinschaftsräumen ein Buch lesen oder uns in unserem Bett unter der duftigen Leinenbettwäsche zusammenrollen.

Salon des Pensionats Furuhem mit Holzstühlen, Couchbereich, Wandteppich, Kronleuchter und Blick in den Garten.

Hier können wir komplett runterfahren, um uns danach, frisch gestärkt, wieder in neue Kopenhagenabenteuer zu stürzen.

Ein hölzerner Badesteg führt vom Sandstrand in das ruhige Meer unter bedecktem Himmel nahe dem Pensionat Furuhem.


Im Sommer 2019 waren wir mit Freunden in Magnus Nilssons Fäviken mitten in Bilderbuch-Bullerbü-Schweden.

Es war tatsächlich die letzte Möglichkeit, dieses mit zwei Michelinsternen ausgezeichnete Restaurant mit seiner zauberhaften Unterkunft im Mittsommer zu besuchen. 

Rotes Holzgebäude des früheren Spitzenrestaurants Fäviken von Magnus Nilsson mit Schafsfellen auf Steinbänken und einer blühenden Sommerwiese im Vordergrund.

Denn bereits der folgende Winter sollte der letzte sein, an dem Magnus dort kochen würde, bevor er sich erst einmal in Südschweden der Zucht alter Apfelsorten widmen wollte.


Der Aufenthalt im Fäviken ist für uns bis heute eines der wundervollsten Erlebnisse rund um das von uns so geliebte Thema Essen.

Und das liegt nicht nur an den aufregenden 29 Gängen, die wir hier hatten.

Rustikale Lounge im Fäviken mit Holzbalkendecke, Sesseln samt Schaffellen, Kerzenschein auf kleinen Tischen und einem Pelzmantel an der Blockholzwand.

Der ganze Ort atmete die Liebe zu schwedischem Handwerk, schwedischer Natur, schwedischer Kochkunst – in jedem Detail.

Es ist also wohl keine Überraschung, daß es uns nun baldmöglichst dorthin gezogen hat, wo wir seit diesem Jahr wieder eine Küche und ein Zimmer unter der Regie von Magnus Nilsson finden – in Zusammenarbeit mit Köchin Frida Nilsson (die nur zufällig den gleichen Nachnamen hat) und Sommelière Daniella Rebelo.

Außenfassade des Pensionat Furuhem mit dem aufgemalten Buchstaben „F.“, grünem Holzbalkon, Eingangsbereich und einem bepflanzten Weinfass im Vordergrund.

Zusammen sind sie nun nicht auf der Jagd nach Michelinsternen, sondern wollen gute Produkte bezahlbar halten, lokales Handwerk unterstützen und ein alltäglicher Treffpunkt für Nachbarn und Freunde sein.

Was Furuhem trotzdem mit Fäviken gemeinsam hat, ist die unglaubliche Liebe zum Detail in jedem Bereich.

Flur im Pensionat Furuhem mit an einer Holzleiste aufgehängten Trockenblumensträußen und Durchblick in das Treppenhaus mit Holzgeländer.

Sei es das gestickte rote F auf den Leinenservietten am Abend oder das rosafarben bedruckte Furuhem-Pergaminpapier unter der kunstvoll gedrehten Zimtschnecke zum Frühstück, die Blumenarrangements genau so wie die süßen Messerbänkchen.

Draufsicht auf ein Frühstück mit einer frischen Zimtschnecke auf einem Furuhem-Papierteller, einer Tasse Kaffee und einem Zimmerschlüssel.
Nahaufnahme eines gedeckten Tisches im Pensionat Furuhem mit einem Speisemesser auf einer Dackel-Messerbank neben einem weiß-rosa Teller.

Das Fleisch von der „pensionierten Milchkuh“ hatte schon im Fäviken bereits einen Auftritt.

Es stammt auch im Furuhem von regionalen Bauern. 

Hier kommt es zwar deutlich bodenständiger, aber ebenfalls köstlich daher.

Tranchiertes Rindersteak auf einer ovalen Metallplatte mit Servierlöffeln, geröstetem Fettrand und Knochen im Restaurant Pensionat Furuhem.

Und die salzigen Kirschen als Snack sind so lecker und überraschend, daß einfach klar ist – hier kocht jemand, der kreativ ist.

Nahaufnahme einer braunen Keramikschale mit in Salzlake eingelegten Kirschen und Metallspießen auf dem Restauranttisch.


Das Spettekaka-Baiser, das für den Nachtisch bereits seit mittags über dem Feuer gedreht wurde, ist ein traditionelles schwedisches Dessert.

Traditioneller Spettekaka-Baiserkuchen auf einem Spieß über dem offenen Holzfeuer einer Kamin-Backstation

Denn genau wie im Fäviken wird auch im Furuhem allerhöchster Wert auf schwedische Wurzeln und handwerkliche Qualität gelegt.


So kommt das Porzellan von der Stockholmer Manufaktur Gustafsberg und hat seinen rosaroten Rand exklusiv für das Furuhem bekommen.

Gedecktes Dessert-Arrangement auf fünf Tellern mit knusprigen Spettekaka-Stücken, Eiscreme, frischen Himbeeren und Soßen.

Die hübschen Gläser macht Skrufs Glasbläserei von 1897.


Bettwäsche und Tischwäsche werden in der Leinenweberei Vävaren gleich hier in Båstad hergestellt.

Und die wertvollen handgewebten Teppiche sind von Märta Måås Fjetterström, ebenfalls aus Båstad.

Sitzecke im Salon des Pensionat Furuhem mit zwei Sesseln, Beistelltisch und großem gemusterten Wandteppich.

Daß uns die sanften Farben im ganzen Haus so gut gefallen, ist auch kein Wunder.

Die seltene ölgebundene Ei-Tempera, die hier verwendet wurde, stammt vom schwedischen Hersteller Ovolin, erzählt uns eine Mitarbeiterin.

Bis zu drei Monate Aushärtungszeit braucht diese traditionelle Farbe. Die Geduld wird mit einer wunderschönen Haptik und besonderen Farbtiefe belohnt.

Ein altrosa Vitrinenschrank mit Gläsern und Geschirr im Salon des Pensionat Furuhem mit großem Trockenblumenstrauß und Blick ins Nebenzimmer.

Wer an dieser Stelle neugierig ist und unsere Begeisterung teilen kann, wird den Ausflug nach Schweden lieben.

Wer auf ein luxuriöses Badezimmer aus ist (das über hundert Jahre alte Haus erlaubt nur winzigkleine Ensuite-Bäder) oder einen großen Fernseher, Minibar und Klimaanlage wünscht, sollte sich vielleicht nicht auf den Weg hierher machen.

Blick in ein Gästezimmer des Pensionat Furuhem mit weiß bezogenem Bett, Holzschreibtisch und geöffneter Fenstertür zum Balkon.

Die Zimmerbeschreibung lautet hier eher:

  • original lackierte Fichtenholzböden

  • funktionierender, originaler Kachelofen

  • maßgefertigtes Kingsize-Bett von Mattssons

  • Bettwäsche, Handtücher und Bademäntel, speziell für uns von Vävaren i Båstad angefertigt

  • Schreibtisch, Stuhl und Kommode von Norrgavel

  • Vintage-Teppich und Leuchten von Hans Agne Jakobsson

  • kleines, aber schönes Badezimmer mit Dusche

  • hohe Decken …


Wer sich, wie wir, genau damit wohlfühlt, ist im Furuhem absolut richtig.

Veranda im Pensionat Furuhem mit Sprossenfenstern zum Garten, gemusterter Sitzbank, rundem Holztisch und rosa Holzstuhl.
 
Gabriele und Christoph

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