städte die wir lieben
wo wir gerne einchecken
die schönsten shops
unsere lieblings cafés
bei wem wir am liebsten essen
Zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 hat Google sich ein Geschenk für seine zahlreichen Nutzer ausgedacht.
Ganz weit vorne sollen von nun an nicht mehr die Seiten erscheinen, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz auf die gängigsten Suchworte getrimmt wurden und deren Inhalt aus generischen Listen und Plattitüden bestehen.
Stattdessen will die Suchmaschine jene Seiten bevorzugen, die klar von Menschen verfasst wurden, die echte Expertise besitzen und einzigartige und tatsächlich selbst erlebte Dinge präsentieren.
Und so prüft eine künstliche Intelligenz gerade, ob unsere Texte für eine künstliche Intelligenz nicht nach künstlicher Intelligenz klingen. Der Gedanke macht mich fast ein wenig schwindelig.
Der Geruch von Toast und Kaffee löst bei mir ein unglaublich wohliges Gefühl aus.
Er enthält das Versprechen, daß dieser Tag gut starten wird. Das war schon immer so.
Als Kind bettelte ich meine Eltern so lange an, vom Kaffee probieren zu dürfen, bis sie schwach wurden und mich einmal nippen ließen. Die Enttäuschung war riesig.
Bitter und herb schmeckte er mir und ich rührte ein ganzes Jahrzehnt keinen Kaffee mehr an.
Ich glaube noch heute zu spüren, wie zufrieden meine Eltern mit ihrem Erziehungserfolg waren.
Das war bevor Barista in Hosenträgern Latte Art zauberten, bevor wir aus fünf verschiedenen Milchsorten zum Kaffee wählen konnten oder in hippen Vierteln kleine Röstereien in Hinterhöfen aus dem Boden schossen.
Im Supermarkt flitze ich eher selten mit ausgeklügelter Einkaufsliste zielstrebig von Regal zu Regal.
Oft trödel ich versonnen durch die Reihen auf der Suche nach Inspiration.
Der Einkaufswagen des hageren Marathonläufers - Tofu, Magerquark und fast bedenklich viele Eier- fällt mir darum schnell ins Auge.
Er erinnert mich an die Geschichte, die ein Freund vor kurzem erzählte.
In seinem Büro bat ein Mitarbeiter eindringlich um ein Gespräch unter vier Augen.
Da der Mitarbeiter wohl nicht mit seinem direkten Vorgesetzten sprechen wollte und auch dessen Chef übersprungen hatte, um sich gleich an ihn, den Chef vom Chef zu wenden, nahm unser Freund die Anfrage sehr ernst.
„Habt Ihr auch was glutenfreies? Also keine Milch?“
„Meinst Du etwas laktosefreies?“
„Am liebsten vegan.“
„Da hätten wir natürlich den Obstsalat, oder einige der Sandwiches, die wir auch vegan zubereiten können, Bagel mit…“
„Dann nehme ich das Rührei.“
„Ah. OK. Ich hatte verstanden, Du möchtest etwas veganes.“
„Nein, nur glutenfrei. Da sage ich immer vegan.“
„Dann lassen wir den Toast zum Rührei einfach weg, damit es glutenfrei ist, ok?“
„Nein, nicht nötig. Toast geht.“
Weit gefehlt, wer jetzt glaubt, dieses Gespräch sei frei erfunden.
Das Ende der Neunziger lag längst hinter uns und der Enthusiasmus der Jahrtausendwende war verblasst.
Ich hatte mein Architekturstudium an der Technischen Universität München abgeschlossen und die Buffalo Plateaus zusammen mit den knappen Hüftjeans auf dem Speicher verstaut.
Trotzdem wollte ich mit Ende Zwanzig nicht in den schwarzen Rollkragenpulli der Architektengilde schlüpfen.
Die kreative Energie meines Studiums verpuffte im staubigen Alltag der Büros mit lästigen Haftungensandrohungen und langweiligen staatlichen Vorgaben und ich wollte mich einfach nicht so recht dafür begeistern, als Architektin mit dem Bauamt zu streiten.
kurz gesagt…
entspannt, wie bei Freunden und ausgezeichnet, wie im Sternerestaurant
echte Heimatliebe - Wild aus der Schorfheide und Gemüse aus dem eigenen Garten
unser nostalgischer Liebling - das Solei und dazu Ottos gutes Brot mit Kojibutter
Als kleines, lebhaftes Nachbarschaftsrestaurant bezeichnet Vadim Otto Ursus sein Juwel in der Oderberger Straße.
Und das trifft auch tatsächlich zu.
Regional verwurzelt, naturnah und sowohl von den Zutaten, als auch in der Einrichtung auf das Wesentliche reduziert.
Diese Reduktion ist aber in Wirklichkeit eine Essenz aus seiner jahrelangen Erfahrung in den besten Küchen der Welt - Noma, Maaemo, Koks…
„Im Mittelpunkt steht immer ein wirklich gutes Produkt. Und dann stellt sich die Frage, was wir machen können, damit das Produkt am besten schmeckt.”, sagt er.
Kochkunst so einfach aussehen zu lassen ist vielleicht ein Teil des Geheimnisses, warum wir uns im Otto gleichzeitig fühlen, wie im eigenen Esszimmer und im Sternerestaurant.
kurz gesagt…
wunderschöne Markthalle aus Backstein und Gusseisen von 1888
von Köttbullar bis Smörrebröd - alles was unser Herz begehrt
und nicht vergessen - Kühltasche für den Heimweg
Stockholms Markthalle lebt von ihrer einzigartigen Mischung aus historischer Architektur und herrlicher Auswahl schönster Delikatessen.
Egal ob wir frische Zutaten möchten, um im Airbnb selbst zu kochen, kulinarische Mitbringsel für die Lieben daheim suchen oder einen kleinen Snack zwischen den alten Marktständen essen möchten - die Saluhall ist genau richtig.
Also bitte Einkaufstaschen mitnehmen und sich verführen lassen!
kurz gesagt…
vielleicht kein Geheimnis - aber einfach zu schön zum Verschweigen
Vintage, Plattenläden und Cafés in Amsterdams ältesten Straßen
unser Lieblingsstop - Pommes auf einer der Kanalbrücken essen
Die neun malerischen Straßen zwischen Prinsengracht, Keizersgracht, Herengracht und Singel sind zwar schon lange kein Geheimtip mehr, aber vielleicht ist sogar genau das der Grund, warum wir darüber schreiben möchten.
Denn dann und wann kommt es vor, daß eine Empfehlung, auch nach Ihrer Entdeckung durch viele begeisterte Besucher, es trotzdem schafft, ihren alten Charme zu behalten.
kurz gesagt…
traumhaft gelegen am Kirchplatz von St. Johannes in Haidhausen
inspiriert von Tante Helmas Kuchenduft und japanischen Erinnerungen
fast nebenbei gibt es die besten Waffeln Süddeutschlands
Ich liebe die Szene aus dem Film Shrek, in der der Esel versucht den niedergeschlagenen Oger aufzuheitern.
„Wir bleiben die ganze Nacht auf, erzählen uns Männergeschichten und morgen früh mach ich uns Waffeln!“
Das funktioniert auch nach einer Girlsnight und macht mich immer glücklich - Waffeln zum Frühstück!
Heiß und buttrig bieten André und sein Mann die im Café Helma an.
Ausgiebiges Frühstück gibt es dort, leckere wechselnde Mittagsgerichte und feine Tees zu hausgemachtem Kuchen am Nachmittag.
Perfekt könnte ein lange Nacht hier auch starten - mit einem Yuzu-Prosecco und Käseplatte zum Beispiel.
kurz gesagt…
essen mit den Einheimischen
vom Frühstück bis zum Abendessen
unser Liebling - die Shiitake Bitterballen mit Amsterdamer IPA
Wir könnten uns kaum mehr Zuhause fühlen in Amsterdam, als wenn wir ins Café Wilhelmina gehen.
Im Helmersbuurt Viertel in Amsterdams Oud-West sind aufgekratzte Touristen eher selten zu treffen.
Es gibt breite Straßen mit großen alten Bäumen und Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert direkt nördlich vom schönen Vondelpark.
Das Wilhelmina selbst ist ein unprätentiöser Ort mit einem herzlichen Team, das auch beim höchsten Andrang auf die wenigen Plätze ruhig und gelassen bleibt.
Die wechselnde Karte ist klein, aber genau auf den Punkt. Und tatsächlich können wir hier frühstücken, zu Mittag essen, einen kleinen Snack zum Aperitif haben oder ein köstliches Abendessen.
kurz gesagt…
unprätentiöse nordische Küche kunstvoll interpretiert
versteckt im schönen Vasastan-Viertel
die wenigen Plätze sind heiß begehrt - also unbedingt bald reservieren
Das kleine nordische Restaurant verfügt nur über wenige Plätze und jeder davon ist begehrt.
Wer also Daniel Räms‘ und Tom Sjöstedts erfrischend nonchalante, gleichzeitig elegante Küche kennen lernen möchte, sollte daran denken rechtzeitig zu reservieren.
Ein Schulter-an-Schulter- Platz an der Theke, mit Blick in die Küche, ist zwar oft immer noch zu ergattern und kann auch wirklich Spaß machen. Doch am schönsten ist ein Tisch am großen Fenster des gemütlichen Gastraumes im Look eines französischen Bistros.
kurz gesagt…
ein kleines Juwel im De Pijp
Amy und Julius - zwei zauberhafte Gastgeber
was wir lieben - jedes Gericht ist ein Kunstwerk
Bei Freunden Zuhause bekocht zu werden, in vertrauter Atmosphäre und mit der Spur Liebe im Essen, die man eben nur von lieben Menschen bekommt, ist immer ein Hochgenuss, der selten außer Haus zu finden ist.
Bei Amy und Julius im Restaurant JA stellt sich so ein heimeliges Gefühl gleich beim Betreten des hübschen Raumes mit der offenen Küche ein und wir lernen, daß auch Fine Dining unglaublich familiär sein kann.
kurz gesagt…
für alle, die auch mal nur ein Stückchen statt einer Ganzen möchten - NY Pizza Slices
knuspriger Rand, dünner Boden, Tomatensauce und ganz viel geschmolzener Mozzarella
allein zu Hause oder gleich im kleinen Laden in der Torstraße - immer lecker
Kevin lässt sich allein zu Hause gleich eine ganze liefern, John Travolta schlingt zwei Stücke übereinander rein, im Laufschritt durch New York eilend, in Saturday Night Fever.
Jedes Mal läuft uns das Wasser im Mund zusammen, wenn der New York Food-Klassiker in New York-Filmklassikern verspeist wird.
Ein knuspriger Rand, dünner Boden, simple Tomatensauce und viel geschmolzener Mozzarella sind die Basics der New York Pizza. Klingt einfach - schmeckt herrlich!
Die Bewohner der Metropole schwören, daß ohne das mineralreiche New Yorker Wasser, keine Kopie das Original erreichen kann.
Wir finden allerdings, daß Slice Society so nahe dran kommt, wie wir es uns nur wünschen können.
Und egal ob Zuhause, vor Ort oder durch Berlin schlendernd - wir sind große Fans vom kleinen Laden in der Torstraße.
kurz gesagt…
fabelhafte Asian-Fusion Küche in elegantem Setting
schick - aber herzlich
Achtung bei den köstlichen Mai Tais - schmecken harmlos, aber haben es in sich
Genau genommen liegt das Aimy im Lichthof des vornehmen Gampenrieder Palais.
Geschützt und ein wenig verborgen sitzen wir hier im Sommer draußen bei phantasievollen Cocktails und Dumplings.
In der kalten Jahreszeit kuscheln wir uns in die gemütlichen Sessel in den rotgold beleuchteten Innenräumen und essen Spicy Green Curry oder Glazed Beef with sweet Chili Jam.
Viet Hai Pham und sein Team legen allerhöchsten Wert auf beste Zutaten.
Daraus zaubern sie dann eine fabelhafte Fusion aus traditionellen thailändischen Gerichten mit vietnamesischen, indischen, chinesischen und japanischen, aber auch westlichen Einflüssen und machen uns damit immer wieder glücklich.
kurz gesagt…
kleines Café mit großer Herzlichkeit
kein Platz frei - Kaffee einfach mitnehmen in die nahen Maximilians Auen
herrliche Nascherei - der hausgemachte Schoko-Rugelach
Das Oxford Wörterbuch definiert eine Box als „kastenförmigen Behälter“ - das kommt uns vielleicht doch ein bisschen zu uncharmant daher, als Beschreibung für den kleinen kubischen Raum der Coffee Box in Haidhausen.
Als Beispiel folgt dann aber: „…eine praktische Box für das Pausenbrot…“.
Und da fühlen wir uns schon gleich viel angesprochener.
Die Coffee Box, nur einen Steinwurf vom Wienerplatz entfernt, ist tatsächlich winzig.
Doch auf den paar Quadratmetern bekommen wir alles, was unser Kaffeeherz in einer Pause begehrt - perfekt cremigen Cappuccino, feines süßes und salziges Gebäck, hausgemachte Limonade und eine gute Portion Herzlichkeit.

