R21 - feine Küche ganz ungezwungen
kurz gesagt…
wunderschönes Restaurant in Amsterdams historischem Lastage Viertel
Chef Orlando David vereint fabelhaftes Essen mit warmer Gastfreundschaft
der schönste Start - ein Glas Champagner zum Brioche mit geräuchertem Aal
Ein Koch mit südamerikanischen Wurzeln, ausgebildet in der europäischen Sterneküche kocht mit lokalen holländischen Produkten.
Die Mischung ist genau so spannend, wie sie klingt.
Orlando Davids Restaurant mit dem unprätentiösen Namen R21 hat sofort unsere Herzen gewonnen.
In einem wunderschönen historischen Amsterdamer Haus am Rand des Lastage Viertels ist es auf drei nebeneinander liegende Räume verteilt.
Jeder ist so elegant eingerichtet wie der andere und doch wirkt das feine Lokal nicht einschüchternd.
Der Empfang könnte herzlicher kaum sein und ein Glas Champagner kommt hier mit französischer Selbstverständlichkeit als herrlicher Aperitif zur niederländischen Zeeland Auster.
Wer bei einem Spaziergang durch Amsterdams Altstadt weiter geht richtung Osten kommt über kleine Brücken und alte Grachten auf die Rapenburg Halbinsel.
Im Mittelalter waren hier die Schiffswerften und die dazu gehörige Industrie. Ab Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Gegend mehr und mehr zum Wohnviertel.
Heute ist es hier wohltuend ruhig, wenn wir genug vom Altstadttrubel haben.
An der Peperstraat leuchten die Fenster im Erdgeschoss der Nummer 23 warm und einladend.
Daß seine Gäste sich wohlfühlen und gerne wiederkommen möchten ist Orlando Davids wichtigstes Anliegen. Und zumindest was uns angeht, gelingt ihm das perfekt.
Das Team im R21 ist lustig und liebenswürdig und gleichzeitig super professionell.
Zu jedem Gericht bekommen wir erklärt, was genau dahinter steckt.
Und wir erfahren, daß Orlando es liebt mit wilden Kräutern zu arbeiten und Öle oder Sirup selbst herzustellen.
Und so ist das Seebarsch Ceviche mit gepopptem Mais und Avocado am Holzspießchen mit Blüten, Kräutern und Samen überzogen.
Und auch der fermentierte Sellerie und die Languste mit roter Beete sind kunstvoll mit Blüttenblättern und zarten Gewürzblättchen versehen.
Die Kalbsbacke mit wilden Pfifferlingen und Jerusalem Artischocke zerschmilzt im Mund und kommt mit einer wundervoll intensiven Rotweinreduktion.
Zum Nachtisch bekommen wir am Ende des Menus eine köstliche Mousse au chocolat mit Pistazienknusper und Buttermilcheis.
Und obwohl sie eigentlich auch durchaus der perfekte Abschluss wäre, können wir den holländischen Käseteller einfach nicht auslassen.
Wer noch nicht die Kunst der niederländischen Käsemacher kennengelernt hat und womöglich denkt, junger Gouda wäre hier die Antwort, muss sich bitte unbedingt in Amsterdam eines besseren belehren lassen.
Wir sind auf jeden Fall große Fans.
Um sich jenseits des R21 noch weiter durch holländische Käsesorten durchzuprobieren empfehlen wir auch wärmstens De Kaaskammer, den tollen Käse- und Feinkostladen am Rand der Negen Straatjes.
Zum Kaffee bekommen wir noch einen letzen kleinen Gruß aus der Küche - warme Madeleines.
Und das passt auf den Punkt, denn das R21 strahlt für uns bei aller feinen Eleganz eine ganz besondere Wärme aus.
Und wir kommen immer wieder gerne her.

